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Wo bitte geht's zur PR-Branche?

14.07.2015 - 14:16

Die Möglichkeiten, in die Public Relations einzusteigen, sind zahlreich. Neben einem breiten Weiterbildungsangebot in der Schweiz locken auch ausländische Anbieter von fachspezifischen Lehrgängen. Doch lassen wir das Ausland mal aussen vor, die Situation in der Schweiz ist schon verzwickt genug. Da gibt es einerseits als Basis unzählige Möglichkeiten von Ausbildungen, die sich für eine spätere PR-Laufbahn eignen: Berufslehre und Berufsmaturität oder Maturität und ein Grundstudium beispielsweise.

Für die anschliessende Weiterbildung stehen zwei Möglichkeiten offen: Die höhere Berufsbildung oder die Hochschulstufe. Die Grafik aus der Standortbestimmung von pr suisse zeigt, welche Bildungsangebote zu welcher Stufe gehören.

Bildungsanbieter und die Vorteile der Stufen Tertiär A und Tertiär B

Für beide Bildungswege gibt es in jeder Schweizer Region entsprechende Anbieter. Im Service-Teil der Standortbestimmung ist eine Übersicht mit Direktlinks zu den Bildungsinstituten zu finden. Doch was genau ist der Unterschied zwischen der höheren Berufsbildung und der Hochschulstufe? Und welche Weiterbildung ist die bessere, führt zum angestrebten Ziel? «swissprnews» hat Vertreter beider Stufen zu ihren Erfahrungen und Empfehlungen gefragt. Und zwar jeweils Führungspersönlichkeiten, Bildungsanbieter und Absolventen.

Empfehlung aus der Chefetage: Praktikum und Praxis

In einem sind sich sowohl Führungspersönlichkeiten als auch Anbieter und Absolventen einig: Praxis ist ein entscheidender Faktor für PR-Profis. Communicators-Managing Partner und Senior Consultant Roland Cecchetto empfiehlt denn auch PR-Interessierten, zuerst ein Praktikum zu machen: «Im beruflichen Alltag zeigt sich am besten, ob einem die PR zusagen, ob man sich dafür auch eignet oder ob man allenfalls völlig falsche Vorstellungen von diesem Beruf hat.» Cecchetto hat selbst den Weg über die Praxis und berufsbegleitende Kurse gewählt. Ganz anders hingegen startete Dominique Gilles Morel, KPMG Partner - Head Marketing, Communications & Sales und Präsident des HarbourClubs, seine Laufbahn. Ohne PR nämlich. Auf die Frage, was denn das Bemerkenswerteste an seiner Ausbildung sei, antwortete er: «Die Disziplin PR fehlt. Meine Aus- und Weiterbildung war auf BWL, Marketing, General Management, Internationalität und Führung ausgerichtet. Das Handwerk der Kommunikation habe ich bei Wirz und letztlich bei KPMG in der Praxis gelernt.» Auch er empfiehlt PR-Interessierten, möglichst früh praktische Erfahrungen zu sammeln.

Zum Interview mit Roland Cecchetto, Vertreter Führungsebene, Bildungsweg Tertiär B

Zum Interview mit Dominique Morel, Vertreter Führungsebene, Bildungsweg Tertiär A

Die USP der beiden tertiären Bildungsstufen

Suzanne Rouden-Schmidlin, Rouden Communication Intelligence, ist Präsidentin der Prüfungskommission von pr suisse. Der Verband führt unter Aufsicht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die Prüfungen zum Erlangen des eidgenössischen Diploms für PR-Beraterinnen und PR-Berater sowie der Berufsprüfung für PR Fachleute durch. Rouden-Schmidlin steht somit für die Bildungsanbieter der Stufe Tertiär B und ist überzeugt: «Unsere Absolventen bringen nebst fundiertem Wissen eine Berufserfahrung mit, die kein anderer Titel (CAS/Bachelor/Master) garantiert.»

Markus Niederhäuser hingegen vertritt als Leiter Weiterbildung und Co-Leiter des MAS in Communication Management and Leadership des IAM Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW die Anbieter der Stufe Tertiär A. Für ihn liegen die grossen Vorteile eines Masters darin, dass die Modularisierung eine individualisierte Zusammenstellung einzelner Zertifikationslehrgänge erlaubt und damit das Profil der Teilnehmenden optimal weiterentwickelt und geschärft wird. «Unser MAS in Communication Management and Leadership qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen zur Übernahme einer Leitungsfunktion in der Organisationskommunikation, z.B. als Leiter Corporate Communications oder als Leiter Media Relations eines Unternehmens.»

Zum Interview mit Suzanne Rouden, Vertreterin Anbieter, Bildungsweg Tertiär B

Zum Interview mit Markus Niederhäuser, Vertreter Anbieter, Bildungsweg Tertiär A

Die Erfahrungen von Absolventen

Welchen Bildungsweg empfehlen Absolventen der höheren Berufsbildung, respektive von Fachhochschulen? Auch für Martin Radtke, selbstständiger PR-Berater und HWZ-Absolvent, steht am Anfang jeder PR-Karriere ein Praktikum: «Ich empfehle zunächst ein Praktikum in einer Agentur oder in einer Kommunikationsabteilung eines grossen Unternehmens. Macht der Beruf nach diesem Einblick immer noch Spass, ist eine solide, breite Grundausbildung im Bereich Kommunikation zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.» Stefan Wanzenried hingegen hat erst nach einem phil I-Studium und einigen Umwegen zur PR gefunden. Seine Weiterbildung zum eidgenössisch diplomierten PR-Berater hilft dem Leiter der Agentur KEEN Public Relations sehr: «Ich habe das Gefühl, dass mich die Tatsache, dass der PRB-Lehrgang so vielseitig und ‚generalistisch’ war – und wir uns neben den klassischen Kommunikationsthemen auch mit Gebieten wie zum Beispiel Volkswirtschaft, Recht oder Ethik beschäftigt haben - zu einem besseren Gesprächspartner für meine Kunden gemacht hat.»

Zum Interview mit Martin Radtke, Vertreter Absolventen, Bildungsweg Tertiär A

Zum Interview mit Stefan Wanzenried, Vertreter Absolventen, Bildungsweg Tertiär B

Ganz können wir PR-Interessierten die Entscheidung, welches der für sie perfekte Weiterbildungsweg ist, nicht abnehmen. Die Befragung der Vertreter beider Weiterbildungswege führt jedoch klar zu dem Fazit, dass praktische Erfahrung an erster Stelle stehen sollte. Praktikumsstellen aus PR- und Kommunikation sind übrigens auf speziellen Stellenplattformen wie die des spri oder auch in anderen Plattformen wie Medienjobs oder MAZ zu finden.

Was empfehlen Sie Berufseinsteigern?

Welchen Ausbildungsweg haben Sie gewählt? Und welche Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach für PR-Profis am wichtigsten? Unsere Kurzumfrage zum Hauptthema. Gerne nehmen wir Ihre Erfahrungen auch als Kommentare zu diesem Artikel entgegen.

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